Brettheimer Bruchenballer
Im Jahre 2010 gründeten sich die „Brettheimer Bruchenballer“ mit dem Ziel, den mittelalterlichen Sport wieder auf dem Peter-und-Paul-Fest zu beleben. Die Gruppe umfasst aktuell 57 aktive Mitglieder, darunter 45 Erwachsene und 12 Kinder über 7 Jahren. Hinzu kommen 15 weitere Kleinkinder unter 7 Jahren. Der Lagerplatz auf dem „Viehmarkt“ wird jedes Jahr mit viel Liebe zum Detail errichtet und orientiert sich stark an den mittelalterlichen Bauweisen. Zentraler Bestandteil ist die aus Holzbalken gefertigte Kneipe „Zur Bruche“, die täglich für gute Stimmung sorgt. Bei der jährlichen Aufführung „Bruchenball – Das Spiel“ wird den Festbesuchern der geschichtliche Hintergrund in Form eines Theaterstücks mit viel Witz und Aktionen erklärt.
Der Ursprung des Bruchenballspiels liegt in der Ausbildung der Knappen. Ein Knappe sollte die notwendigen Fähigkeiten erlangen, um seinen verletzten Herrn während eines Gefechtes außer Gefahr bringen zu können. Der Bruchenball bestand aus einer mit Tannenzapfen gefüllten Kuhhaut und wog zur damaligen Zeit bis zu 140 Kilo. Erfolgreiche Spieler genossen ein hohes Ansehen, und so setzten die Knappen auch Waffen ein, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Als dies immer öfter zu schweren oder sogar tödlichen Verletzungen führte, wurde beschlossen, als Spielkleidung lediglich die Bruche, die mittelalterliche Unterhose, zuzulassen. So wurde den Knappen das Verstecken von Waffen deutlich erschwert und das Bruchenballspiel erhielt seinen Namen.
Stand: 15.04.2026



