Patrizier
Beim ersten Peter-und-Paul-Fest nach dem Krieg 1950 trat auch eine Frauengruppe in mittelalterlichen Gewändern auf. Dazu kamen ein Jahr später Rats- und Handelsherren in einer gesonderten Festzugsgruppe. Beide Gruppierungen bildeten später die Festzugsgruppe „Patrizier“.
Mehr und mehr Brettener ließen sich aufwendige Gewänder in der Nähstube schneidern, wobei hohe Anforderungen an zeitgerechte Schnitte, Stoffe, Farben und Verarbeitungsweise gestellt werden.
Obwohl es in Bretten 1504 eine Reihe von wohlhabenden Bürgern gab, bildeten sie keine in einem Patriziat vereinte Gruppe wie zum Beispiel in Nürnberg, Augsburg oder Köln. Die reichen ratsfähigen Kaufleute lösten während der Belagerung Brettens 1504 die meuternden Truppen mit Geld, Tuchen, Leder und Wein aus.
Ein Teil der Patrizier wollte 1999 mehr tun, als am Festzug teilzunehmen, und bildete eine Tanzgruppe. Diese trainiert seither wöchentlich mittelalterliche und Renaissance-Tänze und tritt damit jährlich mehrfach bei Mittelalterfesten auf.
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Daniela Biela
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Stand: 04.05.2026

